Tarangire National Park
2008 - Tansania — von Hümmel am 18. Oktober 2008 um 16:10Die Busfahrt von Nairobi nach Arusha in Kenia dauert ca. einen halben Tag. Nachdem wir ca. zwei Stunden im Airport für die Passkontrollen benötigten, holte uns dann auch gleich ein Bus ab. Schöner, neuer, moderne Kleinbus von Mercedes, nur halbvoll. OK, der Tourismus entwickelt sich halt und wir stellen uns auf eine gemütliche Fahrt ein. Aber kaum runter vom Flughafengelände, nächste Tanke, umsteigen in einen anderen Bus. Durchaus älter und durchaus voll. Da wir so quasi die Letzten waren, waren dann für uns die Notsitze im Mittelgang reserviert. Aber ok, that’s Africa.
Am frühen Nachmittag kommen wir am ZOB von Arusha an, es klappt alles wunderbar. Ein Mensch von der Autovermietung empfängt uns und fährt uns zur Autovermietung. Leider ist unser reservierter Mietwagen kaputt. Wir hatten uns so auf ein schönes, romantisches Dachzelt gefreut. Aber ok, that’s Africa. Ok, dafür bekommen wir einen richtig fätten Toyota Landcruiser mit ausgebauter hinterer Sitzreihe.
Da liegt jetzt unsere Matratze und es wird unser zu Hause sein für die nächsten 10 Tage. Kurz wird uns noch erklärt wie die Safari-Dachluke zu öffnen ist, wir fahren zu einem kleinen Supermarkt und denken uns ernährungs- und trinktechnisch für die nächsten 10 Tage ein und los geht’s Richtung Tarangire National Park. Zwei Stunden später sind wir da. Urlaub, angekommen, Freiheit, Natur. Wir quartieren uns direkt vorm N.P. auf einem Campingplatz ein. Es ist quasi schon dunkel und wir doch recht erschöpft. Afrika ist neu für uns, Afrika ist anders. Ein Nachtwächter nimmt sich uns gleich an und sieht in uns den Auftrag seines Lebens. Mit Speer und Bogen bewaffnet, gegerbter Haut und schlechtem Englisch wissen wir nicht, was wir von ihm halten sollen. Er sitzt die ganze Nacht vor unserem Auto und wenn wir nachts Wasser lassen, erschrecken wir uns immer ein wenig.
Am nächsten Morgen dann endlich in den Tarangire national Park. 50 US$ Eintritt p.P und nochmal 30 für das Auto. Unglaublich, Tiere wie im Zoo. Elefanten, Giraffen, Affen, Zebras, auch ein Löwe, alles direkt am Auto. Was für Aussichten, was für Eindrücke! Ein Wasserloch, eine Horde Affen und eine antrabende Horde Elefanten … wer zieht wohl den Kürzeren?
Etwas weiter entfernt müssen wir uns mal kurz die Beine vertreten, verlassen das Auto. Wie aus heiterem Himmel kommt ein Ranger angefahren und erklärt uns, dass dies nicht geht. Also wieder rein und wir fahren noch den ganzen Tag durch den N.P.. Abends am Gate; auschecken. Ja, dies muss man überall tun … und Strafe zahlen für das Aussteigen. Da wurde doch gleich das Kennzeichen notiert und per Funk durchgegeben. Lange Diskussionen, Notdurft, nichts wissen usw. Und tatsächlich, wir hatten einen in deutscher Sprache gehaltenen Einlassbogen unterschrieben, und da stand nichts von wegen nicht aussteigen (auf dem Englischen schon ;-). Also ein Stunde diskutiert und mit einem freundlichen Handschlag verabschiedet. Jaja, auch das ist that’s Africa.


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