Great Overland Track
Land & Leute, Tasmania — von Hümmel am 24. Januar 2007 um 11:01Tag 1
Es brennt, nah am Track. Er ist gesperrt. Ganzen Tag auf die Freigabe gewartet. Aber ist nicht. Fuer die naechsten 2 Tage auch gesperrt. Da kommste nach Tasmanien wegen diesen Tracks und das 1. Mal seit 19xx ist er gesperrt.
Aber ein Busfahrer bietet uns eine Alternative. Am naechsten Tag von einem a
nderen Punkt aus zur Mitte des Tracks laufen.
Tag 2
Mitten in der Wildnis nach 2 Stunden Schotterpiste werden wir rausgelassen. Ca. 15 km stehen zur Bewaeltigung an. Die Rucksaecke sind hammerschwer; vielleicht naechstes Mal kein frisches Obst …. Anstieg auf’s Plateau. 90 Minuten einen Berg steil erklettern. Einer von uns hat nicht gefruehstueckt … der Kreislauf bricht (fast) zusammen. Danach herrliche Landschaften, Moore, Waelder, die vom Moos fast erstickt werden, Seen, Graeser. Schoen, einfach schoen. Leider regnet es zwischendurch immer wieder. Der ganze Tag ist wolkenverhangen. Aber zu heiss waere ja auch nicht gut.
Abends in der Huette freuen wir uns ueber jede Orange und Wurzel die wir essen; macht den Rucksack leichter ;-)
Tag 3
Wir trinken Regenwasser. Das Wetter ist immer noch nicht besser. Arne und Marco schlafen, bis sie vom Ranger rausgefeudelt werden. Gegen Mittag dann die ersten Sonnenstrahlen. Wir nehmen einen kleinen Abstecher zum hoechsten Berg Tasmaniens. 16xx m. Leider ist der Gipfel in Wolken gehuellt als wir fast oben sind. Wieder nichts mit ganz oben!
Zum Dinner wieder die ueblichen Tuetensuppen. Arne liegt mit einem Thunfischsteak ganz klar vorn!
Tag 4
Der Tag begruesst uns mit klarem Sonnenschein. Heute stehen nur 4 stunden Wandern an. Die Gischt von Wasserfaellen erfirscht unsere mueden Gesichter. In einem Fluss ist endlich mal wieder waschen moeglich. Nackedei hinein ins Vergnuegen … sofern kalt, sehr kalt, ein Vergnuegen sein kann ;-)
Tag 5
Arne und Marco ziehen einen Naherholungsgebietstag vor und wollen nur kurz laufen. Also trennen sich heute unsere Wege und ich setz zu einem Monstertag an: 23 km inkl. Gipfelsturm. Und diesmal klappts tatsaechlich. Bei klarem Sonnenschein stehe ich ganz oben, zwar auch nur 14xx m, aber halt ganz oben. Und geniesse die Aussicht. Zurueck gehts wieder durch Waelder, ueber Hochmoore und umgestuerzte Baeume. Nach 10 Stunden merke ich meine Beine kaum noch. Ich leg mich auf meine Luma und mach nichts mehr.
Tag 6
Nach einer kurzen Nacht, dank der anderen Huettenmitbewohner, geht es frueh auf eine kleine Faehre um den Bus nach Hobart zu erwischen. Nach 5 Tagen erwarten uns waermende Duschen, fliessend Wasser … und Fleisch!


Twittern
Digg it
Bei Delicious speichern
Stumblen