Gunung Rinjani
Lombok, Sport — von Hümmel am 1. Januar 2007 um 13:01Tag 1:
Es regnet wie bloed auf 1.800 m. Von 1.100 m sind wir aufgebrochen. Wir sitzen mitten in einer Wolke. Mit an Bord: Haythem, ein 23-jaehriger Libyer aus London, unser Guide und zwei Traeger fuer Proviant und Zelte. Heisse Zitrone waermt ein wenig, wir frieren. Die Regengischt kommt unter unseren Unterstand. Alles ist feucht und kalt. Hab meine dicke Vliesjacke an. Flussbetten, die wir eben noch trockenen Fusses durchquert haben, haben sich in reissende Sturzbaeche verwandelt. Zum Lunch gibt es eine heisse Gemuesesuppe. Die Haende greiffen gierig nach der warmen Schuessel. Meine Uhr verraet mir, es sind 20,9 Grad!!!
Um 16.30 sind wir nach 8 Stunden bergauf an unserem Basecamp auf 2.639 m Hoehe angelangt. Die 1.500 m Hoehenunterschied stecken in den Knochen. Es ist kalt, es regnet, der Wind zischt durch das Zelt.Tag 2:
Um 3 Uhr morgens ist Wecken. Der Gipfel rut. Aufstieg auf 3.726 m; letzter grosser Ausbruch: 1994. Der Koerper weint. Wir klettern ueber Javafelder und je hoeher wir kommen, desto kaelter wird es. Jeder Schritt tut weh und kostet Ueberwindung. 50 Hoehenmeter vorm Gipfel mach ich schlapp: es geht nicht mehr. Die letzten Kraefte verlassen meinen Koerper. Bei 8 Grad warte ich zusammengekauert hinter einem Stein auf Haythem und unseren Guide. Die Aussicht, sofern mal nicht von Wolken verhuellt, ist fantastisch. Die Belohnung fuer die Strapazen. Wieder Abstieg zum Basecamp, um 9 Uhr frueh das zweite Fruehstueck und Abstieg auf 2.000m zum Kratersee. Auch Abstiege koennen anstrengend sein. Es regnet die ganze Zeit. Teilweise mit heftigen Winden frontal ins Gesicht und unter das Regencape.
Heisse Schwefelquellen lindern die Qualen am Koerper. Hier koennte ich Stunden drinsitzen. Selten war ich so


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1 Kommentar
Na, endlich wirst auch du mal wieder von oben nass! Das war ja nicht mehr schön, immer wieder vom herrlichen wetter zu lesen!!!